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Roger Stilz: „Wir sind absolut im Soll, aber mehr geht immer“

Mit einem 3:2-Heimsieg gegen den JFV Ahlerstedt/Ottendorf/Heeslingen hatte sich unsere U16 als letztes FCSP-Nachwuchsteam in die Winterpause verabschiedet. Während unsere U16 ihre Hinrunde auf Platz acht beendete, verabschiedeten sich unsere U23 auf Platz vier, unsere U19 und U17 jeweils auf Rang sieben und unsere U15 auf Platz zehn in die Winterpause. Roger Stilz, Leiter unseres Nachwuchsleistungszentrums (NLZ), blickte zufrieden auf die Hinrunde unserer fünf Leistungsmannschaften zurück.

Moin moin Roger, wie fällt Dein Hinrundenfazit aus?

Sportliche Leistung kann man an zwei Parametern festhalten. Dazu gehört zum einen der Blick auf die Tabelle, zum anderen aber auch die Spiel- und Trainingsleistung an sich. Ich kann mit gutem Gewissen sagen: Wir sind absolut im Soll, aber mehr geht immer. Wir müssen ehrgeizig sein und bleiben. Der Ausreißer nach unten in der U15 war so nicht zu erwarten. Derjenige der U23 nach oben aber auch nicht.

Die U23 hat ihre beste Hinrunde überhaupt in der Regionalliga Nord gespielt.

Auf Platz vier einzulaufen, ist ein wirklich gutes Resultat. Es waren richtig gute Spiele dabei, die Mannschaft hat phasenweise erfrischenden Umschalt-Fußball gespielt und sich mit vielen Punkten belohnt. Mit neun U19-Spielern ist die U23 so jung wie nie in die neue Saison gestartet. Ich freue mich natürlich vor allem, dass einige U19-Spieler den Schritt in den Herrenfußball sofort hinbekommen haben.

Unsere sehr junge U19 hat sich als Tabellensiebter in die Winterpause verabschiedet.

Die U19 haben wir im Sommer ganz bewusst mit vielen Spielern des jüngeren Jahrgangs 2000 bestückt, sie hat eine sehr solide Saison gespielt. Phasenweise standen acht jüngere Spieler in der Startelf. Platz sieben zeigt uns, dass wir im Sommer richtig gehandelt haben. Es gab Ausreißer nach unten wie im Derby, wo wir uns mehr erhofft hatten. Es gab aber auch Ausreißer nach oben, dazu zähle ich die Siege gegen Hertha BSC und den VfL Wolfsburg, aber auch beide Partien gegen Werder Bremen, als die Jungs auf Augenhöhe agiert und beide Spiele nur sehr unglücklich verloren haben.

Ein guter siebter Platz stand am Ende des Jahres auch für unsere U17 zu Buche. Da gibt’s nicht viel zu meckern, oder?

Auch hier sind wir tabellarisch und leistungsmäßig im Soll. Hinter allen Erstliga-Nachwuchsteams ist die U17 als erstes Zweitliga-Nachwuchsteams eingelaufen. Eine gute Mannschaftsleistung, auch da mit gutem Umschalten.

Trotz der Doppelbelastung von U17-Cheftrainer Timo Schultz, der seit Juni parallel seinen Fußballlehrer-Lehrgang absolviert und unter der Woche oft mehrere Tage gefehlt hat, sprang Platz sieben heraus.

Mit Nabil Toumi haben wir uns im Sommer bewusst für einen kompetenten und starken Co-Trainer entschieden. Er hat Schulles Abwesenheit sehr gut kompensiert. Ich bin zudem bei den Dienstags-Einheiten eingesprungen, Schulle hat die Tage nach seiner Rückkehr dann effizient genutzt. Für mich geht’s zum einen um die Entwicklung einzelner Personen, darunter die Trainer, zum anderen aber auch darum, als NLZ-Team besser zu werden. Das muss unser Faustpfand in der Konkurrenz mit anderen Leistungszentren sein, dass wir einen stets kritischen, aber guten und kollegialen Austausch pflegen. Diesbezüglich sind wir auf einem guten Weg und da ist die U17 ein gutes Beispiel.

Kommen wir zur U16, die nach dem Sieg gegen den JFV A/O/H den achten Platz innehat.

Auch hier wird gute Arbeit geleistet wird. Malte Schlichtkrull und sein Team bildet gut aus – auch individuell. Die Regionalliga Nord ist mit ihren vielen Absteigern und den zwei Jahrgängen immer ein Brett für die U16, da spielt man vom ersten Spieltag an fast immer auch gegen den Abstieg.

Im Abstiegskampf steckt aktuell unsere U15, nach der jüngsten Niederlage gegen das JLZ Emsland (0:1) beträgt der Vorsprung drei Zähler.

Die Niederlage kam natürlich unerwartet. Mit dem zehnten Platz können wir nicht zufrieden sein, die U15 ist in der Hinsicht die einzige Mannschaft, die nicht im Soll ist. Sie hat viele Spiele nur knapp verloren und ist unter Wert platziert. In der Rückserie ist die Losung ganz klar: Defensiv kompakter werden, offensiv effizienter. Dann folgen auch die Punkte.

Mit Finn Ole Becker und Robin Meißner (beide U19), Leon Flach (U17) und Jonas-Mika Senghaas (U16) waren vier braun-weiße Talente während der Hinrunde bei Lehrgängen oder Länderspielreisen des DFB dabei. Hinzu kommt U21-Nationalspieler Svend Brodersen. Eine gute Quote?

Es gab beim FC St. Pauli definitiv schon viele Jahre mit weniger Spielern, die für die verschiedenen Junioren-Nationalmannschaften berufen wurden. Wir nehmen die Zahl als gutes Feedback und Bestätigung unserer Arbeit. Wir haben aber den Ansporn und das Ziel, noch mehr Spieler so gut auszubilden, dass sie für DFB-Auswahlmaßnahmen nominiert werden.

Mit welchen Zielen gehst Du ins neue Jahr? Was ist Dir besonders wichtig?

Allgemein gesagt steht 2018 bei uns im Zeichen weiterer Optimierungen, Abläufe und Prozesse. Konkret bedeutet es, dass wir u.a. die Toptalente-Betreuung weiter intensivieren und verbessern wollen. Zudem gilt unser Fokus in der Spielphilosophie-Entwicklung dem schnellen Umschalten. Nicht nur 2018, sondern generell geht es mir darum, unseren Mitarbeitern interne und externe Weiterbildungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Was für einzelne Spieler in ihrer jeweiligen Mannschaft gilt, gilt auch für unser Personal: Man kann sich persönlich nur dann weiterentwickeln, wenn man sich auch im Team gut einbringt. Mein Ziel ist es, ein gutes Team, bestehend aus einzelnen kompetenten Leuten, zu haben.

 

(hb)

Foto: FC St. Pauli

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