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"Wir waren im Spiel nach vorne nicht konsequent"

Nach dem 1:1-Remis zwischen dem VfL Osnabrück und dem FC St. Pauli konnten sich die beiden Trainer Daniel Thioune und Jos Luhukay darauf einigen, dass das Ergebnis den Leistungen beider Teams gerecht wurde. Gleichzeitig fanden beide Übungsleiter auch Kritikpunkte am Spiel ihrer Mannschaften.

FCSP-Cheftrainer Jos Luhukay: "Es war ein sehr intensives und spannendes Spiel, aber es war von uns kein gutes Spiel. Wir haben in der ersten halben Stunde nicht gut angefangen, waren nicht konsequent in der Abwehrarbeit und nicht zielstrebig genug im Ballbesitz, um uns bessere Möglichkeiten zu schaffen. Wenn wir nicht gut anfangen, ist es immer schwierig, den Schalter umzulegen. Wir sind verdient in Rückstand geraten und hatten dann Glück, dass Osnabrück nicht das zweite Tor macht. Stattdessen machen wir das 1:1. Das war ein fantastisches Tor von Ryo Miyaichi. Das hat uns gutgetan, weil wir dann vor der Halbzeit unsere beste Phase hatten: Fußballerisch und im Spiel nach vorne, allerdings ohne große Möglichkeiten, das zweite Tor zu erzielen. In der zweiten Halbzeit ist Osnabrück viel angelaufen. Es kam manchmal zu gefährlichen Situationen, aber nicht mehr zu hundertprozentigen Chancen. Wir waren im Spiel nach vorne nicht konsequent. Wir waren einige Male auch im Strafraum und um den Strafraum herum, aber es fehlte uns die Durchschlagskraft und die letzte Überzeugung, um aus so einem Spiel die maximale Ausbeute mitzunehmen. Ich glaube auch nicht, dass es heute verdient gewesen wäre. Wenn ich ganz ehrlich bin, müssen wir glücklich sein, einen Punkt mitnehmen zu können. In den ersten drei Auswärtsspielen haben wir uns eine Vielzahl an Möglichkeiten rausgespielt, da waren wir im Ballbesitz besser, zielstrebiger und konsequenter. Natürlich ist der VfL Osnabrück auch gut organisiert und eine Mannschaft, die sehr engagiert versucht, immer wieder Möglichkeiten zu schaffen. Am Ende glaube ich, dass das Unentschieden den Spielverlauf gut darstellt."

VfL-Coach Daniel Thioune: "Ich teile viele der Einschätzungen meines Kollegen. Ich habe natürlich gehofft, dass St. Pauli nicht den Flow aus dem Montagabendspiel mitnimmt und dass das Spiel auch Kraft gekostet hat. Deswegen wollten wir von Beginn an Druck ausüben und den Gegner früh stressen. In der ersten Halbzeit war es ein sehr intensives Spiel von meiner Mannschaft. Wir sind richtig gut reingekommen, verdientermaßen auch in Führung gegangen. Einen Gegner, der ein bisschen taumelt und schwere Beine hat, hätte man dann vielleicht damit aus dem Spiel nehmen können, dass man das zweite Tor macht. Das haben wir verpasst mit dem Pfostenschuss und den Dingern, die da noch lagen. Ich glaube, es wäre auch völlig verdient gewesen, das zweite Tor nachzulegen. Wir haben dann nicht mehr ganz so viel Druck auf die Spieleröffnung bekommen. St. Pauli spielt das Tor dann sensationell heraus. Wir haben heute zwei schöne Tore gesehen. Wir waren dann nicht mehr so in der Partie drin. Im zweiten Spielabschnitt hat dann die Intensität nachgelassen, das hing auch sicherlich mit den Temperaturen zusammen. Unser Ballbesitzspiel war in der zweiten Halbzeit sicherlich mit einem Makel behaftet. Der Gegner konnte und wollte nicht mehr so richtig, stand tief und kam eher über Umschaltmomente. Aber die haben wir durch unser schlechtes Passspiel kreiert. Wir haben St. Pauli sich nicht entfalten lassen, aber auf der anderen Seite konnten wir auch mit dem Ballbesitz nicht viel anfangen. Wir hätten heute diesen Dreier mitnehmen können, aber wir müssen jetzt mit diesem Punkt leben. Das kann ich nicht so gut, aber über die 90 Minuten ist es ein gerechtes Remis."

 

(hbü)

Foto: Witters

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