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Der Verein im Jahresrückblick 2019 – Teil 1

Auch abseits des Profifußballs blickt man beim FC St. Pauli auf ein sehr ereignisreiches Jahr zurück. Im ersten Teil unseres zweiteiligen Rückblicks lassen wir ein gutes halbes Jahr Revue passieren und treffen dabei auf viele Traditionen, einige Neuerungen, sportliche Erfolge sowie den einen oder anderen Rekord.

Gleich zu Anfang des Jahresrückblicks starten wir mit einem ernsten und gleichsam wichtigen Thema. Wie in jedem Jahr seit 2010 gedachten auch zu Beginn des Jahres 2019 rund 400 Menschen auf dem Harald-Stender-Platz vor dem Millerntor-Stadion den Opfern des Nationalsozialismus. Anlässlich des internationalen Holocaust-Gedenktages am 27. Januar fanden sich neben zahlreichen Anhänger*innen des Vereins auch das Präsidium, der Aufsichtsrat und die Profi-Mannschaft des FC St. Pauli zu der Gedenkveranstaltung ein, die vom Fanladen St. Pauli organisiert wird.

Großes Engagement gegen das Vergessen zeigt auch die Organisation "Laut gegen Nazis", für die der FC St. Pauli im Februar eine Spende von 4.000 Euro übergeben konnte. Diese wurde seitens des Vereins gemeinsam mit der Drogeriekette Budnikowsky durch den Verkauf von Anti-Fa, dem Duschgel mit antifaschistischer Haltung generiert und soll damit den Kampf gegen Rechts finanziell etwas unterstützen.

Für eine weitere tolle Aktion sorgte im Frühjahr der schottische Fanclub Glasgow St. Pauli, der die Einnahmen aus dem Verkauf eines eigens kreierten Fanclub-T-Shirts verwendet hat, um eine Gruppe von 30 Geflüchteten über den Verein Asmaras Refugee Support e.V. mit Karten für das Heimspiel des FC St. Pauli gegen Arminia Bielefeld zu versorgen.

Währenddessen liefen die Planungen für die bisher aufwendigste Ausstellung im FC St. Pauli-Museum bereits auf Hochtouren. "KIEZBEBEN – die zweite Geburt des FC St. Pauli" ging am 4. Mai an den Start, nahm an der langen Nacht der Museen teil und wurde aufgrund der begeisterten Resonanz und des großen Medienechos sogar noch bis zum 5. Oktober verlängert. Viele Tausend Besucher*innen sahen die Ausstellung, die die Entstehung des „neuen“ FC St. Pauli in den Achtzigern und frühen Neunzigern spektakulär aufgearbeitet hatte.

Zurück in der Gegenwart des Jahres 2019 stand der Frühsommer ganz im Zeichen des Saison-Endspurts im aktiven Sport. Mit Andreas Bornemann wurde Anfang Mai die sportliche Führung neu besetzt, die 1. Frauen feierten den Klassenerhalt in der Regionalliga Nord und das U23-Team der Herren tat es ihnen gleich. Roger Stilz, Leiter des Nachwuchsleistungszentrum, wertete die abgelaufene Spielzeit als großen Erfolg, zu dem insbesondere die Bundesliga-Teams U19 und U17 mit den Plätzen vier und sechs historische Schlussplatzierungen beitrugen. Als sehr positives Zeichen wertete Stilz auch die zahlreichen Einsätze der NLZ-Spieler Carstens, Zehir, Coordes und Conteh in der Lizenzmannschaft.

Und dann durften schließlich auch die Fans des FC St. Pauli auf den heiligen Rasen des Millerntor-Stadions. Das Fanclubturnier, ein Highlight für die sonst auf den Rängen beheimateten Anhänger des Vereins, jährte sich in diesem Jahr bereits zum 20. Mal. Noch etwas jünger, aber nicht weniger traditionsreich, ist das Sommerfest der Rabauken, die beim Stadiontraining am 9. Juni auf den Laufwegen von Schnecke, Buchti und Co. unterwegs waren. Nur eine von vielen spannenden Aktionen und Veranstaltungen des Clubs in 2019.

In diese Traditionen reihten sich auch der Stadtparktriathlon und der Lauf gegen Rechts ein, die jährlich zwischen Ende Mai und Anfang Juni veranstaltet werden. Angebote, die auch Nichtmitgliedern offenstehen und auch in diesem Jahr mit über 1.000 Teilnehmer*innen bei den Disziplinen des Triathlons außerordentlich erfolgreich waren. Mit 3.700 Teilnehmer*innen stellte der Spendenlauf links um die Alster sogar eine neue Bestmarke auf.

Auch der KIEZHELDEN-Spendenbeirat, die soziale Seite des FC St. Pauli, blickt auf Jahr mit zahlreichen erfolgreichen Projekten zurück. Darunter eine Spendenaktion Anfang des Jahres, bei der 160 Teilnehmer*innen unter dem Titel „Wir fahren fürs Leben“ auf Spinning-Fahrrädern in die Pedalen traten und mit Hilfe von Privatpersonen und Unternehmen insgesamt 13.000 EUR für den Verein „St. Depri – Wir sind immer für uns da e.V.“ sammelten. Beim alljährlichen KIEZHELDEN Golfturnier konnte im Juni auf Gut Kaden sogar mit über 30.000 Euro Spendengeldern ebenfalls ein neues Rekordergebnis erzielt werden.

Doch beim gesellschaftlichen Engagement des FC St. Pauli geht es nicht nur darum, Spendengelder zu generieren, sondern auch wichtige Themen im Stadtviertel und rund um den Verein direkt anzugehen. Struktur erhalten diese Projekte in der von Geschäftsleiter Michael Thomsen geführten Abteilung für Corporate Social Responsibility (CSR). So fand mit der Veranstaltung „St. Pauli sind wir alle“ ein geselliger Nachmittag für obdachlose und bedürftige Menschen im Stadion statt und mit der Partner-Stadtteilschule „Am Hafen“ wurden im Jahr 2019 diverse Kooperationsprojekte umgesetzt. Mit der neuen Behindertenfanbeauftragten Birgit Hadatsch, die am 4. November ihre Arbeit aufnahm, wurde zudem die Professionalisierung des Inklusionsbereichs weiter vorangetrieben.

Inklusion wird auch bei der Segelabteilung des FC St. Pauli großgeschrieben, erstmals ermöglichte sie in diesem Jahr mit einem Inklusionsboot das barrierefreie Segeln. Als im Sommer 2019 die Beschlagnahme der "Sea-Watch 3" Schlagzeilen machte, setzte die Abteilung am 3. Juli mit einer Protestaktion auf der Alster ein wichtiges Zeichen für die Seenotrettung.

Einen Tag später öffnete die Millerntor Gallery ihre Pforten, die bereits zum 9. Mal in den Katakomben des Millerntor-Stadions stattfand. Initiatoren des Kunst-, Musik- und Kulturfestivals sind Viva con Agua und der FC St. Pauli. Getreu dem Ansatz "ART CREATES WATER" stellten rund 100 Künstler*innen ihre Kunstwerke zum Verkauf aus – sämtliche Erlöse gingen in diesem Jahr in die WASH-Projekte im Norden von Mosambik, um die dortige Wasser- und Sanitärversorgung zu verbessern.

Fortsetzung folgt…

 

(akö)

Fotos: Witters

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